Skript ist vorhanden – 31 Seiten, first draft

Die Restauratorin Lydia lebt mit ihrem Mann Gereon und ihren zwei Kindern am gentrifizierten Kollwitzkiez im Prenzlauer Berg, Berlin. Sie arbeitet an Georg, dem Drachentöter. Lydia verleiht der Holzskulptur mit ihren Schnitzeisen eine neue Fassung – Georg soll nach Mittelalter aussehen.
These: Restaurator*innen versuchen die Wiederherstellung eines alten Zustandes, welcher im Laufe der Jahre verloren gegangen ist. „Nein“, sagt Lydia, „die Spuren der Zeit sollen sichtbar bleiben.“ Damit kennt sich auch Gereon aus: Ihr Mann ist Gerontopsychologe.
Leider ist die Luft raus zwischen den Beiden. Lydia sieht nicht mehr klar. Sie geht zum Augenarzt Dr. Peter Abbit. Und sie vermutet, dass Gereon Affären hat. Das sind alles große Probleme – neben Corona, dem Klimawandel und der Weltpolitik. Lydia bezahlt die Orthoptistin Anna, um Gereon in flagranti zu erwischen.
Anna bekommt ein Sendemikrofon angeheftet, über das Lydia in ihrem Atelier sitzend alles mitanhören kann. Anfangs läuft es nach Plan. Anna und Gereon kommen tatsächlich ins Gespräch, beim Italiener. Aber Lydia erkennt ihren Mann kaum wieder. Das ist ja gar nicht Gereon! Ist Anna in Gefahr? Lydia läuft dem Ton hinterher … ein Zuhören über Funk, mit nicht synchronem Bild und abenteuerlichen Verwicklungen.

Ein bisschen smarte Soap und Thriller, eine akustische Wanderung durch Berlin und menschliche Abgründe, durchaus komisch. Am Ende wird es etwas kühl. Dabei wachsen Lydia und Gereon über sich hinaus, in unbekanntes Terrain. Muten sie sich zuviel zu?

TwentyTwentyVision soll zu einem Hörspiel oder einem Film ausgearbeitet werden: eine smarte, romantic comedy.
Thomas Martius ist auf der Suche nach interessierten Redakteur*innen, Produzent*innen und Vermittler*innen.